Hier beantworte ich euch ein paar Fragen, die mir in so gut wie jedem Interview gestellt werden.

Falls euch noch ein paar einfallen, dann schreibt mir gerne.

Fragen zu mir und meinem "Schreiben"

Wie bin ich zum Schreiben gekommen?

 

Ich weiß nicht, ob es sie noch gibt, aber als junges Mädchen habe ich sehr gerne die Horrorgeschichten in der Zeitschrift »Mädchen« gelesen. Irgendwann fiel mir selbst eine ein, da muss ich vielleicht zwölf Jahre gewesen sein. Ich schrieb sie auf und schickte sie ein. Als diese gedruckt wurde, merkte ich, wie toll dieses Gefühl war.

Doch meinen ersten Roman schrieb ich erst sehr viel später, als ich bereits aus meiner Ausbildung raus war und merkte, dass in der Buchhaltung zu arbeiten, nach einer Weile ganz schön trocken werden kann. Zu der Zeit kam mir auch die erste Idee für ein Buch und ich fing einfach an zu schreiben, verlieren konnte ich dabei immerhin nichts. Im Nachhinein bin ich über diesen Entschluss auch sehr glücklich.

 

Was ist mein größter Traum?

Einen großen Traum an sich, habe ich nicht. Aber ich habe viele kleine Träume. Ein Buch schreiben, zum Beispiel. Oder irgendwann ein Arbeitszimmer mit Wänden voller Bücher zu haben. Ich lebe meine kleinen Träume, weil ich nicht das Bedürfnis habe, irgendwann mal Astronautin zu werden. Autorin zu sein, ist für mich jetzt schon die Erfüllung eines Traumes.

 

Wie kommt es von der ersten Idee zum Gesamtentwurf einer Geschichte?

Sobald mich eine Idee gepackt hat, wird sie zuerst in meinem Notizbuch verewigt.

Zunächst einmal ist diese Idee ein kurzer Gedanke, nichts, woraus man ein Buch machen könnte. Erst wenn ich lange genug über diese mögliche Idee nachgedacht habe, beginnt die eigentliche Arbeit. Das kann einige Tage, Wochen oder sogar Monate dauern. In meinem Kopf wächst eine Welt um diesen Gedanken, Personen entwickeln sich langsam und irgendwann haben sie eine Geschichte. Erst wenn ich soweit bin, dass ich weiß was das Ziel dieser Personen ist, arbeite ich die Idee aus und schreibe ein Exposé. In diesem Exposé stehen die wichtigsten Handlungsstränge, die diese Geschichte ausmachen

 

Woher nehme ich meine Inspiration?

Inspiration erhalte ich von überall. Beim Einkaufen, beim Autofahren, beim Musikhören, beim Fernsehen, beim Lesen und oft auch bei Treffen mit Freunden. Manchmal reicht die Spiegelung eines Lichtes in einer Pfütze, um eine ganze Welt zu entwickeln und manchmal sagt eine Freundin von mir etwas, aus dem ich einen halben Roman ausarbeiten könnte - das ist kein Witz, denn genau das ist mir letztens passiert.

Ich denke, wenn man die Augen offenhält, kann man sich überall inspirieren lassen. Man muss es nur zulassen und genau zuhören oder auch hinsehen.

 

Wieso ich Jugendbücher schreibe und kein Horror?

Ich habe im Jahr 2012 an meinen ersten Romanen gearbeitet, die nun auch veröffentlicht wurden. Damals war ich Anfang Zwanzig und habe bevorzugt Jugendbücher gelesen. Dies ist wahrscheinlich auch der Grund weshalb ich jetzt Jugendbuchautorin bin.

Jedoch bedeutet das nicht, dass ich niemals in anderen Genres schreiben möchte, da ich persönlich auch alles lese, was halbwegs interessant klingt.

Außer bei Horror, da bin ich mir ziemlich sicher, dass ich dieses Genre nicht ausprobieren möchte.

 

Was hilft mir bei Schreibblockaden?

Ich bin der Ansicht, dass Schreibblockaden im Kopf entstehen. Aus Angst zu versagen, vielleicht weil man im eigenen Roman einen falschen Weg genommen hat und nicht weiß, wie man ihn wieder geradebiegen soll oder weil man ganz einfach eine Pause braucht.

Für mich ist es ein wenig wie beim Lesen. Wenn man sich zu sehr auf ein Gerne oder Thema versteift, könnte man irgendwann übersättigt sein.

So eine Zeit hatte ich selbst erst kürzlich und ich konnte mich einfach nicht aufraffen ein weiteres Jugendbuch zu schreiben. Keine meiner Ideen hat dieses besondere Etwas, das mich dazu bringt, mich stundenlang abends vor meinen Laptop zu setzen.

Das war in Ordnung, denn ich schreibe bisher nach Lust und Laune und bin nicht verpflichtet irgendetwas abzuliefern, wenn ich nicht möchte.

Glücklicherweise begann gerade die Weihnachtszeit. Was soll ich sagen, ich habe jetzt sicher zwanzig Weihnachtskurzgeschichten und eine neue Jugendbuchidee, die mir sehr viel Freude bereitet.

 

War es schwer einen Verlag zu finden?

Als ich zum ersten Mal den Drang verspürte mein Manuskript einem Verlag anzubieten, war ich mir sicher, dass ich eine Agentur dafür brauche. Deshalb schrieb ich einige davon an, doch jede davon lehnte mein Manuskript ab. Es war eine anstrengende Zeit, denn sein Manuskript jemandem anzubieten, der es wahrscheinlich sogar ungelesen einfach ablehnt, kann ganz schön wehtun. Im Nachhinein war es eine lehrreiche Erfahrung und ich weiß auch was die Gründe für die Ablehnungen waren. Das Manuskript war einfach noch nicht soweit.

Dies zuzugeben ist nicht so leicht, aber so war es einfach. Eine Agentin war so nett und hat mir sogar eine detaillierte Absage geschickt. Das ist etwas ganz Besonderes und ich war wirklich sehr dankbar dafür. Sie hat mich auf Fehler hingewiesen, für die ich selbst blind war.

Nachdem ich diese ausgemerzt hatte, bewarb ich mich bei Impress, einem Imprint des Carlsen Verlags und wurde sofort genommen. Und ja, das hat sehr gut getan.

Einen Verlag zu finden ist nicht leicht. Aber es ist wichtig an sich selbst und an seine Geschichte zu glauben. Vielleicht dauert es Jahre, vielleicht bekommt man sofort einen Verlagsvertrag, aber am Ende muss man hart dafür arbeiten.

Für mich hat sich diese harte Arbeit gelohnt, denn ich weiß, dass ich fürs Selbstpublishing absolut nicht gemacht wäre. Dies ist natürlich ebenfalls ein Weg sein Buch zu veröffentlichen, jedoch würde ich sagen, dass man auf diesem Weg noch ein wenig mehr schwitzen muss.

 

 

Ist das Schreiben Arbeit oder Hobby?

Das Schreiben ist für mich ein Hobby, auch wenn es viel Arbeit bedeutet. Hauptberuflich habe ich eine Anstellung in einer Buchhaltung und arbeite in diesem Beruf in Vollzeit. Das bedeutet, ich kann nur abends oder am Wochenende schreiben. Jedoch ist das Schreiben für mich so wichtig geworden, dass ich diese zusätzliche Arbeit sehr gerne mache. Vermutlich, weil ich damit nicht meine Miete bezahlen muss und auch einfach mal drei Wochen lang gar nicht schreiben muss, wenn ich keine Lust habe oder mein Kopf mit anderen Dingen beschäftigt ist.

 

Wie gehe ich mit Kritik um?

Kritik ist wichtig, denn an Kritik kann man wachsen.

Kritik kann aber auch wehtun, wenn sie zu persönlich wird und sich nicht mehr nur auf das Werk, sondern auf den Autor selbst bezieht. Dies ist nicht unüblich, denn beides ist natürlich eng miteinander verbunden. Ohne Autor kein Buch, kein Buch ohne Autor.

Beides habe ich mit den letzten Jahren erfahren und das hat mich als Autorin stärker und klüger gemacht. Ich weiß, wann ich zuhören sollte, damit ich besser werde, ich weiß aber auch, wann es besser ist einfach wegzuhören.

 

Was ist mein Lieblingsautor?

Ehrlich gesagt wechselt dies immer, aber zu den ganz Großen gehören für mich J. K. Rowling, David Safier und Jennifer L. Armentrout. Alles großartige Autoren, von denen man viel lernen kann.


Fragen zu ROYAL:

Wie ich auf die Idee zu ROYAL kam:

 

Die Idee zu Royal kam mir bei der Fernsehshow »Der Bachelor«, bei der es darum geht, dass sich mehrere Kandidatinnen auf einen Mann stürzen und versuchen ihn von sich zu überzeugen. Ich stellte mir die Frage wie es wäre, wenn es noch andere Männer gäbe und niemand wüsste wer der reiche Kerl sein könnte. So kam eins zum anderen und plötzlich war Royal geboren. Meine erste Szene war übrigens der Heiratsantrag und die finale Auswahl. Dadurch wurde alles noch viel realer und spannender, weshalb ich einfach sofort mit dem Schreiben loslegen musste.

 

Welchen Charakter der Reihe mag ich am liebsten:

 

Ich bin ein großer Fan von Charles, auch wenn er am Anfang für viele noch sehr undurchsichtig und aufdringlich wirkt. Später, gegen Ende werden die meisten mich bestimmt verstehen. Man lernt ihn einfach besser kennen und weiß bald schon, warum er mein Liebling ist. Natürlich mag ich auch alle anderen Personen und Claire kommt direkt an zweiter Stelle, denn sie ist eine Freundin, wie ich sie jedem Mädchen wünsche.

 

Ähneln die Charaktere realen Personen?

 

Nein, das nicht. Ich lasse mich zwar oft von anderen Menschen und ihren Eigenschaften inspirieren, aber meine Figuren ähneln keinen realen Personen. Eher mische ich alle positiven und negativen Eigenschaften und erschaffe ganz neue Personen.

 

 

Welches ist denn meine liebste Szene in ROYAL?

 

Meine allerliebste Szene ist die, in der alle jungen Männer ihre Zukünftige wählen und es auch einen Heiratsantrag gibt.  

Vor welcher Szene in ROYAL hättest ich mich am liebsten gedrückt?

Die allerschlimmsten Szenen waren für mich die ganz letzte im Buch – ihr werdet wissen was ich meine, wenn ihr es lest – und die Szene, in der der Prinz seine zukünftige Braut wählt. Ich habe so geweint beim Schreiben und war fix und fertig danach.

 


Fragen zu Belle et la magie

Wird es noch Fortsetzungen zu der Reihe geben?

 

Grundsätzlich sage ich niemals nein, auch wenn Belles Geschichte mit diesen beiden Bänden vorerst erzählt ist. 

 

Welchen Charakter magst du am meisten?

 

Pinky <3

 

Wie kamst du auf die Idee zu der pinken Katze, die nach Äpfeln duftet?

 

Meine kleine Schwester hat mich auf diese Idee gebracht und sie war einfach großartig. Pinky passt perfekt in Belles Geschichte.